«Weitere Katastrophe für stark belastete Bevölkerung»

Die Heilsarmee im Einsatz in Myanmar
Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,7 vom Freitag in Südostasien steigt die Zahl der Opfer. Auch christliche Hilfswerke haben sich mobilisiert und helfen, wo sie können.

Laut Machthaber General Min Aung Hlaing seien 2‘719 Menschen gestorben und rund 4520 verletzt worden, mehr als 400 würden noch vermisst, berichtet die Deutsche Welle (Stand 1. April, 15 Uhr). Die Weltgesundheitsorganisation rief die höchste Notfall-Stufe aus und sprach von acht Millionen US-Dollar, die benötigt würden, um Leben zu retten und Krankheitsausbrüche zu vermeiden.

Auch christliche Hilfswerke aus aller Welt sind in den betroffenen Gebieten im Einsatz. «Unsere unmittelbare Priorität ist es, den Zugang zu Nahrungsmitteln, Unterkünften, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung sicherzustellen», sagte Dr. Kyi Minn, der nationale Direktor von World Vision in Myanmar.

«Ganze Ortschaften zerstört»

Das Hilfswerk Samaritan’s Purse, dessen internationaler Leiter Evangelist Franklin Graham ist, schickte ein mobiles Notfallkrankenhaus vor Ort. Es umfasst zwei Operationssäle, eine Notaufnahme, stationäre Bettenbereiche, eine Apotheke sowie ein Labor. Auch ein Notfallteam wurde mobilisiert. Mithilfe der Partner vor Ort kann das Hilfswerk schnell handeln.

«Das Erdbeben ist eine weitere Katastrophe für die ohnehin stark belastete Bevölkerung», erklärte Sylke Busenbender, Vorstand von Samaritan’s Purse Deutschland, in einer Mitteilung. «Wir arbeiten Hand in Hand mit unseren Partnern vor Ort daran, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten.»

Busenbender rief zum Gebet für die Betroffenen auf. «Das Beben hat ganze Ortschaften zerstört und viele Familien auseinandergerissen. Wir sind dankbar, Teil der Hilfe für Myanmar sein zu dürfen.» Auch das deutsche Team von Samaritan’s Purse bereitet sich aktuell auf den Einsatz in der Erdbebenregion vor.

20'000 CHF Soforthilfe der Heilsarmee

Die Heilsarmee Schweiz versprach 20'000 CHF Soforthilfe für Myanmar. Damit sollen erste Nothilfeleistungen wie Lebensmittel, sauberes Wasser, Notunterkünfte und medizinische Versorgung für die betroffene Bevölkerung ermöglich werden, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Heilsarmee ist schon seit 1915 in Myanmar präsent und führt unter anderem drei Gesundheitszentren, drei Waisenhäuser, zwei Kindertagesstätten und ein bestehendes Nothilfe-Programm. «Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Menschen in Myanmar, die von dieser Katastrophe schwer getroffen wurden», so Daniel Imboden-Burch, CEO der Heilsarmee Schweiz, in der Mitteilung. «Die Not trifft ein Land, das bereits mit grossen Herausforderungen kämpft. Mit unserer Soforthilfe wollen wir schnell und konkret helfen. Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die unter schwierigsten Bedingungen Unglaubliches leisten.»

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Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet

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